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Was Sie beachten müssen, damit ein Software-Tool für Modularisierung erfolgreich ist

Das Software-Tool für Modularisierung einführen und dann damit wie von Zauberhand modulare Baukastenarchitekturen im Baukastenprinzip entwickeln? – Ganz so einfach ist es leider nicht. In diesem Blog erfahren Sie:

  • was Sie bei der Auswahl einer passenden Software für die Entwicklung Ihres modularen Baukastens beachten müssen.
  • welche strategischen Überlegungen der Investition in die Software vorausgehen sollten.

Software-Tools sollten flexibel sein und zu Ihren Zielen passen

Stehen Sie noch ganz am Anfang der modularen Entwicklung oder managen Sie schon einen modularen Baukasten? – In jedem Fall muss das Software-Tool für Ihren Modulbaukasten zum Reifegrad Ihrer Modularisierung passen.

Die Entwicklung eines modularen Systems, das für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden erfolgreich ist, umfasst verschiedene Bereiche:

  • Identifikation und Analyse von Markt und Kundenbedürfnissen
  • Evaluierung und Auswahl technischer Lösungen
  • Definition von Modulen
  • Konfiguration des Produktsortiments
  • Planung und Kostenbetrachtung für Ihren modularen Baukasten

In jedem dieser Bereiche kann eine Vielzahl einzelner Tools zum Einsatz kommen. Deshalb sollte die Software-Lösung eine flexible Zusammenstellung des für Ihre Anforderungen adäquaten Toolsets ermöglichen.

Bei aller Flexibilität ist aber darauf zu achten, dass das Potenzial eines modularen Baukastens nur dann vollständig realisiert werden kann, wenn Unternehmensstrategie, Kundennutzen, modulare Produktarchitektur und die daraus entstehenden Produktvarianten durchgängig miteinander verbunden sind. Dies sicherzustellen, ist die Aufgabe eines Software-Tools und des dahinter liegenden Datenmodells.

Leseempfehlung: Was ist das monetäre und strategische Potenzial eines modularen Baukastens für Ihr Unternehmen? Lesen Sie hier wie Sie in der Potenzialanalyse diese Frage methodisch beantworten, inkl. Schnelltest für Ihr Modularisierungspotenzial.

Um sämtliche Aspekte im Blick zu haben, sollten von Beginn an alle Stakeholder beteiligt sein – Produktmanagement, Entwicklung, Produktion, Marketing und Einkauf, um nur einige zu nennen.

Das folgende Bild zeigt vereinfacht den Zusammenhang der Bereiche Entwicklung, Verwaltung und Optimierung im modularen Baukasten mit den involvierten Stakeholdern. Zu erkennen ist außerdem, dass die verschiedenen Aktivitäten sowie die zugrunde liegenden Daten über ein gemeinsames Datenmodell verknüpft sein sollten.

Modularisierung-Software-Datenmodell

Unterstützen Sie Ihre Organisation bei der Modularisierung

Modulare Entwicklung unterscheidet sich wesentlich von der herkömmlichen sequenziellen Produktentwicklung, bei der eine Variante nach der anderen entwickelt wird (Copy & Paste-Approach). Um den Wechsel zur Entwicklung modularer Baukästen zu meistern, muss Ihre Organisation zunächst verstehen, wie Modularisierung, Komplexitäts- und Variantenmanagement funktionieren und was dies für Ihre Organisation bedeutet.

Ein passendes Software-Tool kann hierbei unterstützen und als roter Faden in Ihren Modularisierungsaktivitäten dienen. Bei jedem Schritt müssen Input, Output und Relevanz im Gesamtkontext direkt erkennbar sein. Und wie schon zuvor betont, sollte jede Entscheidung bezüglich Ihrer modularen Produktarchitektur zu Ihrer Unternehmensstrategie ebenso wie zu den Bedürfnissen Ihrer Kunden passen.

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Komplexe Produkte erfolgreich modularisieren

Wenn Methoden zur Modularisierung und Software-Tools zur Entwicklung modularer Baukästen demonstriert werden, begegnen Ihnen häufig einfache Beispielprodukte. Die Realität in Ihrem Unternehmen ist jedoch üblicherweise sehr viel komplexer.

Produkte bestehen aus Mechanik, Elektronik, Software und Service. Sie sind aus 10.000 oder mehr Komponenten zusammengesetzt und können in nahezu unendlich vielen Konfigurationsvarianten angeboten werden. Genau das ist die Komplexität, mit der ein Software-Tool zur Modularisierung umgehen muss.

Es reicht nicht aus, die Kapazitäten für die Verwaltung großer Datenmengen zu haben. Die Informationen müssen auch nutzbar gemacht werden. Diese Aufgabe kommt dem Software-Tool zu, das für den jeweiligen Anwender sowie den Arbeitsschritt die Informationen filtern und aufbereiten muss – und zwar so, dass der Anwender die Lage auf einen Blick erkennt und seinen Arbeitsschritt effektiv ausführen kann.

Leseempfehlung: Sie interessieren sich dafür, wie die Methoden zur Modularisierung im Detail funktionieren? Erfahren Sie hier mehr in unserem Blogartikel inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Download.

Anbindung an vorhandene IT-Tools mittels passender Schnittstellen

In Ihrer Organisation gibt es bereits ein ERP-System, Sie nutzen ein PDM/PLM-System und brauchen eine CAD Umgebung. All diese Software-Lösungen bringen in der Regel noch Erweiterungen mit – etwa in den Bereichen Anforderungsmanagement oder Variantenmanagementment (beispielsweise den SAP Variantenkonfigurator).

Um individuelle Kundenwünsche zu erfüllen, gibt es in vielen Organisationen heutzutage auch mindestens einen Produktkonfigurator, der für die Produktkonfiguration Modelle erstellt.

Jedes dieser Software-Tools hat seine Daseinsberechtigung. Doch viele Informationen werden parallel in den verschiedenen Tools verwaltet, während sie eigentlich nahtlos integriert sein müssten. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen an das Software-Tool für Modularisierung:

  • keine Parallelwelt aufbauen, die vorhandene Informationen dupliziert und die komplexe IT-Landschaft weiter verkompliziert
  • komplementieren statt ersetzen
  • vorhandene Informationen nutzen und vernetzen
  • Schnittstellen schaffen zu existierenden Systemen – über REST-APIs

Sogenannte REST-APIs sind anpassbare Programmier-Schnittstellen, die Kommunikation und Datenaustausch mit anderen Anwendungen ermöglichen. So kann ein Software-Tool zur Baukastenentwicklung mit Ihren ERP-, PLM- oder CPQ-Systemen kommunizieren, deren Daten nutzen sowie die Daten des modularen Baukastens diesen Systemen zugänglich machen.

Das unten stehende Bild zeigt die Verknüpfung des Product Architecture Lifecycle Management-Tools (PALMA) über REST-APIs mit der vorhandenen IT-Landschaft.

Modularisierung-Software-API

 

Die Entwicklung des modularen Baukastens mit dem richtigen Tool unterstützen

Die erfolgreiche Einführung eines Software-Tools für die Entwicklung, Verwaltung und Optimierung eines modularen Baukastens ist kein Selbstläufer. Einige entscheidende Aspekte müssen beachtet werden, damit eine solche Software den modularen Baukasten tatsächlich unterstützt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Datenmodell:
    Ein Software-Tool muss über ein konsistentes und durchgängiges Datenmodell verfügen, das Kundennutzen, Unternehmensstrategie und Modularchitektur miteinander verknüpft.
  • Unterstützung aller relevanten Aspekte der Baukastenentwicklung:
    Ihre bestehende IT-Landschaft reicht nicht aus, um Baukastenentwicklung erfolgreich umzusetzen. Deshalb muss das neue Software-Tool für Modularisierung alle Aspekte der Baukastenentwicklung abdecken. Zugleich sollte es eine flexible Anwendung der enthaltenen Funktionalitäten möglich machen.
  • Einfache Implementierbarkeit:
    Das neue Software-Tool vereinfacht Ihre IT-Landschaft: Über entsprechende Schnittstellen (REST-APIs) und ein komplementierendes Datenmodell führt es die relevanten Daten für die Baukastenentwicklung zentral zusammen.

Erfüllt das von Ihnen gewählte Software-Tool diese Voraussetzungen, so können sie schneller, effizienter und nachhaltiger modularisieren.

Wollen Sie wissen, wie ein solches Software-Tool im Detail funktioniert? – Dann lesen Sie auch unseren weiterführenden Blogartikel inkl. Videodemo: „Mit dem richtigen Software-Tool schneller und besser zum modularen Baukasten“

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