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Wie Modularisierung für ein Tiny House Wohnkonzept funktioniert

Das neuartige Wohnkonzept Tiny Room ermöglicht es, die Prinzipien von Tiny Houses auch in ganz gewöhnlichen Wohnungen und Häusern zu nutzen. Damit das funktioniert, muss das Produkt auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasst sein. Tiny Room nutzt hierzu einen modularen Baukasten und schafft es so, extern eine große Variantenvielfalt anzubieten und intern technisch eine hohe Wiederverwendungsrate zu realisieren.

Sie werden sicherlich in der Zeitung oder im Fernsehen schon öfters das Schlagwort Tiny House oder Mikrohäuser gehört haben – aber was verbirgt sich dahinter? 

Als Tiny House bezeichnet man mobile oder stationäre Kleinsthäuser. Eine Kenngröße für den Wohnraum von Tiny Houses sind 400ft2, umgerechnet ca. 37m2 (der Trend der Tiny Houses kommt aus den USA, dort ist die Grenze von 400ft2 im Baugesetz für Tiny Houses festgeschrieben).

Die Idee, die hinter dem Trend steckt, ist, die Bedürfnisse nach einem eigenen Haus und nach Mobilität trotz eines knappen Budgets unter einen Hut zu bringen. Auch die Reduzierung auf das Wesentliche, persönliche Freiheit und Ökologie und Nachhaltigkeit sind Motive der Tiny House Bewegung.

Um aber ein vollwertiges Haus für eine kleine Familie auf einer Fläche von 37m2 oder weniger unterzubringen muss zu kreativen Mitteln gegriffen werden. Hierzu werden in Tiny Houses multifunktionale und transformierbare Möbel genutzt, welche der aktuellen Nutzungssituation angepasst werden können. Das Bild weiter unten zeigt ein Beispiel von einem Bett, das sich nach Bedarf aus der Wand klappen lässt.

modulares_wohnkonzept_multifunktional

Quelle: https://thetinylife.com/wp-content/uploads/2014/08/Bed-out-multifunctional.jpg

Die Integration von Funktionen, die optimale Ausnutzungen des vorhandenen Platzes und die Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse sorgen dafür, dass Tiny Houses sehr individuelle Produkte, meist Einzelanfertigungen sind. Beispielsweise dieses Tiny House, das dem Traum eines Surfers entsprungen ist.

modulares_wohnkonzept_individuell

Quelle: https://3.bp.blogspot.com/-aVYBO76X9UE/WKHbbht3JzI/AAAAAAAAUnk/ZeTGjvjZBu0GC6h2U8HEwiLDsm1ONwfewCLcB/s640/surfer-tiny-house-1.jpg

Lassen sich aber die Prinzipien der Tiny Houses auch für normale Wohnungen und Häuser nutzen, um mehr Wohnqualität auf kleinem Raum zu ermöglichen?

In diesem Blog wollen wir Ihnen das Wohnkonzept Tiny Room, mit dem genau das möglich ist, vorstellen und zeigen, warum ein modularer Baukasten ein Schlüssel zum Erfolg des Produkts ist.

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Tiny Room – mehr Wohnqualität für kleine Räume

Das Wohnkonzept Tiny Room ermöglicht es, die situationsbedingte, multifunktionale Nutzung, wie wir sie von Tiny Houses kennen, auch in normalen Wohnungen zu nutzen. Durch die effizientere Nutzung der vorhandenen Fläche können Räume von 10m2 und weniger als vollwertige Wohn-/Schlafzimmer genutzt werden. Das Bild zeigt ein 8m2 Zimmer, welches mit Tiny Room als Schlaf-, Arbeits- und Wohnzimmer genutzt werden kann.

modulares_wohnkonzept_beispiel

Auch in größeren Zimmern oder 1-Zimmer Wohnungen kann Tiny Room genutzt werden, um mehr Platz und eine bessere Raumatmosphäre zu schaffen. Das Bild zeigt, wie Tiny Room in einer 1-Zimmer Wohnung genutzt wird, um das Bett verschwinden zu lassen, wenn es nicht gebraucht wird.

TinyRoom_Hubbett
TinyRoom_Hubbett2

 

 

 

 

 

 

So funktioniert der modulare Baukasten von Tiny Room

modularer_baukasten_TinyRoom

[Quelle: www.tiny-room.com ]

Im Zentrum des Tiny Room steht das Bett. Wenn Sie nachts darin schlafen unterscheidet es sich nicht von einem normalen Bett. In dem hochwertigen Holzrahmen liegen ein Lattenrost und eine Matratze ganz nach Ihrer Wahl. Wenn Sie aber morgens aufstehen, drücken Sie lediglich einen kleinen Knopf und das Bett verschwindet.

Ein kompakter Antrieb fährt das Bett an die Decke des Zimmers. Die flache Bauweise sorgt dafür, dass das Bett auch in Zimmern mit Deckenhöhen von 2,50m und weniger kaum auffällt. Das Bett wird von einem Gestell gehalten, bei dem bewährte und zertifizierte Komponenten aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz kommen.

Komplettiert wird das Tiny Room von verschiedenen modularen Möbelelementen, die ganz auf das nach oben verschwindende Bett ausgerichtet sind. Ein geräumiger Kleiderschrank, ein Sekretär-Arbeitsplatz, flexible Regale und viele weitere Elemente machen das Tiny Room zu einem vollwertigen Wohnkonzept.

Das Tiny Room wurde von Anfang an als modularer Baukasten entwickelt. Die Grundlage des Baukastens ist die hier beschriebene Zerlegung in Module. Wie die richtige Zerlegung eines Produktes in Module gelingt, können Sie in unserem Blogartikel zum Thema Modulschnitt nachlesen.

Optimale Raumnutzung setzt kundenindividuelle Lösungen und Multi-Funktionalität voraus

Die Einbausituation und der Anwendungsfall für Tiny Room unterscheiden sich von Kunde zu Kunde. Um eine optimale Nutzung der vorhandenen Wohnfläche zu ermöglichen, muss sich Tiny Room also diesen immer wieder unterschiedlichen Anforderungen anpassen.

  • Je nach Bausubstanz kann das Tiny Room an der Decke befestigt werden, zwischen Decke und Boden verspannt werden, in den Wänden verankert werden oder komplett freitragend stehen.
  • Das Bett und damit das komplette Wohnkonzept ist in verschiedenen Breiten von 90cm, 140cm und 200cm verfügbar.
  • Die Verstellung des Tiny Room kann manuell oder elektrisch ausgeführt sein
  • Die Anforderungen an Stauraum im Tiny Room unterscheiden sich je nach Anwendungsfall – Regale, ein Kleiderschrank, Regale und ein Kleiderschrank, etc.
  • Es ist auch möglich einen oder mehrere flexible Arbeitsplätze im Tiny Room unterzubringen
  • Hinzu kommt die Individualisierung des Aussehens durch Farben, Holzarten und unterschiedliche Griffe

Wenn alle Eigenschaften, aus denen der Kunde wählen kann miteinander kombiniert werden, ergeben sich schnell mehr als 10.000 Tiny Room-Varianten. Wie auf dem Bild zu sehen, wird das Tiny Room von einer Vielzahl von Kundeneigenschaften beeinflusst.

modulares_konzept_variantenvielfalt

Das Ziel für den modularen Baukasten von Tiny Room war es daher, diese große geforderte Variantenvielfalt abzudecken, gleichzeitig aber erschwinglich zu sein und möglichst kurze Lieferzeiten zu bieten.

Ein modularer Wohnkonzept-Baukasten

Den Kunden eine große Vielfalt an Produktvarianten bieten und dabei die interne technische Vielfalt optimieren, Komponenten standardisieren, Entwicklungskosten und -zeiten reduzieren – das gelingt mit einem modularen Baukasten.

Um die Multiplikationseffekte, die auftreten, wenn Komponenten von mehreren Eigenschaften beeinflusst werden, zu vermeiden, wurde das Tiny Room in mehrere, entkoppelte Module zerlegt. Diese Module wurden im Rahmen der Variantenoptimierung so gestaltet, dass die technische Variantenvielfalt der einzelnen Module möglichst gering ist.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird jedes der Module nur noch von wenigen Kundeneigenschaften des Gesamtproduktes beeinflusst. Die Einbausituation hat so z.B. lediglich Auswirkungen auf die Struktur des Tiny Room; die anderen Module bleiben davon unbeeinflusst. 

modulares_konzept_module

Mit diesem modularen Baukasten gelingt es, den Kunden ein individuell auf ihre Einbausituation und ihren Anwendungsfall zugeschnittenes Tiny Room zu bieten. Gleichzeitig ist die Anzahl der technischen Varianten reduziert und es wird ein hoher Standardisierungsgrad erreicht. Das wirkt sich wiederum in einem günstigen Preis sowie einer kurzen Lieferzeit für die Kunden aus.

Ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen, wie Sie die Variantenvielfalt Ihres Produktes optimieren können, finden Sie in dieser Anleitung:

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